Wohnprojekte

Eine Grundlage für verantwortungsbewusstes menschliches Zusammenleben sind bezahlbarer Wohnraum und diskriminierungsfreie Entfaltungsmöglichkeiten. Es braucht den Raum, metaphorisch wie physisch, eigene Ideen zu entwickeln und sich ausprobieren zu können. Dieser Wunsch nach einem sozialen Miteinander, auch oder gerade innerhalb der Wohngemeinschaft, eint uns und lässt unsere Idee sprießen. Wie Unkraut sich gegen alle Widerstände durchsetzt, wollen wir uns trotz Stadtteilaufwertung und Spekulation auf dem Immobilienmarkt miteinander organisieren, um schließlich zusammen in einem basisdemokratischen Prozess ein eigenes Hausprojekt zu verwalten. Denn alle alternativen Räume wie Jugendzentren, Repair-Cafés oder eben Hausprojekte müssen sich gegen steigende Mieten behaupten. Sie können nur entstehen und lebendig sein, wenn Mieten bezahlbar bleiben. Mit der Unterstützung des Mietshäuser Syndikats schaffen wir einen solchen Raum und tragen so auch einen kleinen Teil gegen Immobilienspekulation bei.

Das Mietshäuser Syndikat

Das Mietshäuser Syndikat ist ein selbstverwalteter Zusammenschluss von ca. 140 Hausprojekten. Diese Plattform ermöglicht es, dass sich Menschen in selbstverwalteten Lebensräumen miteinander vernetzen und unterstützen können. Egal, wie lange ein Hausprojekt schon besteht, die Idee der Selbstorganisation verbindet Projekte im Mietshäuser Syndikat. Wir haben uns entschieden, Mitglied zu werden, um von anderen Projekten lernen zu können und unser Wissen und unsere Perspektiven zu teilen. Ebenso steht für uns ein weiterer wichtiger Aspekt im Vordergrund: Wir wollen mittels des Syndikatsmodells unser und andere Häuser dauerhaft dem Immobilienmarkt entziehen. Der Verkauf unseres Hauses wird aufgrund des Projektverbundes de facto unmöglich und bleibt als Teil des Mietshäuser Syndikats für weitere Generationen erhalten.